Bild: NASA, CXC, M.Weiss(Bild: NASA, CXC, M.Weiss)

Das Licht der sogenannten Gammastrahlenexplosion (GRB) brauchte 13 Milliarden Jahre um zur Erde zu gelangen - fast so lange, wie das Universum alt ist, wie zwei Forscherteams im britischen Fachmagazin "Nature" berichteten. Die Entdeckung ist für Astronomen besonders aufregend, weil die Explosion im sogenannten Dunklen Zeitalter stattfand, das nur 400.000 Jahre nach dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren begann.

Weißer Fleck auf der Karte des Univesums

Der Gammastrahlenausbruch namens GRB 090423 wurde erstmals im April vom NASA-Satelliten Swift beobachtet. Die Forscher setzten daraufhin zahlreiche Großteleskope auf die Lichtspuren verschiedener Wellenlängen an. "Es ist wahnsinnig aufregend in eine Zeit zurückzublicken, in der die ersten Sterne gerade erst entstanden", sagte Andrew Levan von der Universität Warwick und Autor einer der Studien. Die Beobachtungen erlaubten die Erforschung des letzten "weißen Flecks auf unserer Karte des Universums", sagte sein Kollege Nial Tanvier von der Universität Leicester. Die bislang älteste beobachtete Gammastrahlenexplosion war mindestens 150 Millionen Jahre jünger als GRB 090423.

Das dunkle Zeitalter im Universum

Im Dunklen Zeitalter bildeten freie Elektronen und Protonen neutrale Atome mit derselben positiven oder negativen Ladung aus. Das Sternenlicht wurde dadurch fast abgeschottet, das Universum war dunkel. Transparent wie heute wurde das Universum vermutlich erst 800 bis 900 Millionen Jahre nach dem Urknall, als Atome und Moleküle durch UV-Strahlung ionisiert wurden, das heißt mit einer elektrischen Ladung versehen.

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