
Ungewollte Beute: Delfine im Netz. Bild: NOAA
Die größte Gefahr für Wale und Delfine ist die kommerzielle Fischerei. Hunderttausende Tiere verenden jedes Jahr in Fischernetzen. „Die unbeabsichtigte Entnahme von Fischen und anderen Tieren im Zusammenhang mit kommerziellen Fischereiaktivitäten“, das ist die Erklärung des Begriffes „Beifang“. Ein merkwürdiges Wort mit einer verharmlosenden Definition, angesichts der Realität, die sich dahinter verbirgt.
Nicht auf den Fanglisten
Beifang, das sind in Wirklichkeit Millionen von Fischen der verschiedensten Arten, die eigentlich nicht auf den Fanglisten der Fischereiflotten stehen, das sind Vögel, Haie, Meeresschildkröten, Wale und Delfine. Die Welternährungsorganisation FAO spricht von jährlich 30 Millionen Tonnen Meerestieren. Auch die Schätzungen bezogen auf Wale und Delfine sind immens: Jahr für Jahr sterben weltweit Hunderttausende Wale und Delfine in den Fischernetzen. Vielleicht sind es sogar Millionen. Genaue Zahlen gibt es nicht, denn was als Beifang im Netz landet, wird, egal ob tot oder verletzt, wieder ins Meer geworfen und scheint kaum in Statistiken auf.
Lesen Sie weiter: Wände des Todes
Der "Wal-Kampf" bei welt der wunder:
Tod am Strand – Wenn sich Wale an deutsche Küsten verirren
Nord- und Ostsee: Welche Wale sind besonders gefährdet?
Bildergalerie: Mit welchen Gefahren einzelne Walarten zu kämpfen haben
Unterwasserlärm - Wenn es Walen und Delfinen zu laut wird
Lesen Sie auch:
Bildergalerie: Wale - Faszinierend und gefährdet
Ferngesteuerter Schwarm - Mobile Fischzuchten sollen Überfischung der Meere verhindern
Vom Öl zum Wind - Neue Chancen für alternative Energien
Dem Untergang geweiht - Das Gesicht der Erde verändert sich dramatisch
So gefährlich leben wir - Die zehn schlimmsten Umweltgifte
















