
Bild: Imago
Bilder haben einen entscheidenden Nachteil: sie sind nur zweidimensional. Und damit fehlt ihnen etwas, was beispielsweise für die Navigation auf einem unbekannten Planeten wie dem Mars sehr hilfreich wäre: die dritte Dimension, der Raum.
Dank einer neuartigen Software, die tschechische Forscher jetzt auf dem Europäischen Planetenforscherkongress in Potsdam vorgestellt haben, könnte sich das aber bald ändern.
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Navigieren auf dem roten Planeten
Vom Mars gibt es, dank Roboterfahrzeugen wie „Spirit“ oder „Opportunity“ und dank der Sonde „Phoenix“ eine große Menge an zweidimensionalem Bildmaterial. Die Software der Forscher erlaubt es nun, diese Bilder zu eindrucksvollen 3D-Panoramen zusammenzusetzen. Was nicht nur spektakulär ist, sondern auch einen praktischen Nutzen für die Forschung hat: die 3D-Aufnahmen ermöglichen es, sich sehr viel besser auf der Oberfläche des roten Planeten umzusehen.
Wie Michal Havlena von der Technischen Universität Prag erklärt, vermitteln die 3D-Panoramen dem Betrachter den Eindruck, praktisch direkt vor Ort zu sein. Zudem erlaubt das Programm die Ansicht aus jedem beliebigen Winkel.
"Das Gefühl direkt vor Ort zu sein, wird Wissenschaftlern ein deutlich besseres Verständnis der Bilder ermöglichen", sagt Michal Havlena von der Technischen Universität in Prag. Er hat das Programm auf dem Europäischen Planetenforscherkongress in Potsdam vorgestellt. Die dreidimensionalen Landschaften können aus jedem beliebigen Winkel betrachtet werden. Die Software errechnet aus den Aufnahmen und Informationen der Kameras die 3D-Bilder binnen weniger Minuten; offensichtlich ist dazu auch kein „Super-Computer“ nötig. Ein handelsüblicher PC reiche nach Aussagen der tschechischen Forscher aus.
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