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Die Geschichte der beiden Menschenfresser ist über die Jahre zur Legende geworden, zuletzt verfilmt unter dem Titel "Der Geist und die Dunkelheit" verfilmt. In dem Streifen mit Michael Douglas und Val Kilmer wurden den beiden Löwen übernatürliche, fast dämonische Fähigkeiten zugedichtet. Zwei Wissenschaftlern ist es endlich gelungen, das Rätsel um die Opferzahlen zu lösen und auch den Grund für den Hunger der Löwen auf Menschenfleisch zu finden.
Zur Geschichte: Im März 1898 begannen die Angriffe der Löwen, zu einer Zeit, als die Briten in Kenia eine Eisenbahnbrücke über den Fluss Tsavo bauten. Die Löwen kamen nachts in das Lager der Arbeiter und rissen, so zeitgenössische Quellen, die Menschen aus ihren Zelten. Auch die schnell errichteten Zäune boten nur bedingt Schutz. Das Morden sollte weitergehen, bis es dem britischen Oberst John Patterson im Dezember 1898 gelang, die beiden Löwen zu töten. Patterson war es auch, der seinen Teil zum Mythos der beiden Tiere beitrug.
In seinem Buch, das er 1907 über die Jagd veröffentlichte, war zunächst nur von 28 Opfern die Rede; in der zweiten Auflage im Jahr 1920 erhöhte er die Zahl auf 135. Angeblich, weil er nun auch die getöteten schwarzen Arbeiter gezählt hatte.
Diese Zahlen haben wesentlich zum Mythos der beiden Löwen von Tsavo beigetragen; und Filme wie "Der Geist und die Dunkelheit" tun ihr übriges. Und erschweren die Bemühungen, die Löwen in der Region Tsavo zu schützen, denen ein Ruf als blutrünstige Monster vorauseilt.
Die Zahl der Opfer
Wie viele Menschen haben die beiden Löwen tatsächlich getötet und warum wurden sie überhaupt zu Menschenfressern? Diese Fragen wollten der Anthropologe Nathaniel Dominy und der and der Ökolog Justin Yeakel, beide von der Universität von Kalifornien, beantworten. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht.
Grundlage für die wissenschaftliche Untersuchung war die Erkenntnis, dass man die Nahrung der Löwen aufgrund der Isotope in den Haaren und Knochen der beiden Tiere rekonstruieren konnte: Carbon-13 und Carbon-14 Isotope reichern sich im Körper der Tiere in Abhängigkeit von der Nahrung an. Das ergibt sich aus der Nahrung der Tiere, die Löwen normalerweise jagen. So ernähren sich Zebras von Gras mit hohem Carbon-13-Anteil, während Giraffen eher Blätter mit geringerem Carbon-13-Anteil fressen.
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