Trüffeln. Bild: Imago

Trüffeln. Bild: Imago

Hobbygärtner Jillich staunte nicht schlecht, als er vor einigen Wochen eine riesige Trüffel aus seinem Vorgarten im baden-württembergischen Leingarten grub. Das faustgroße Prachtexemplar ist bis jetzt einzigartig in ganz Süddeutschland. Jillichs Fund lässt Genießerherzen höher schlagen: Trüffeln sind eine Delikatesse und gehören zu den teuersten Pilzen der Welt.

Trüffeln im Schwarzwald

Weniger überrascht von dem Fund ist Klaus Wilhelm Gérard, der einzige deutsche Trüffelexperte, der eine Lizenz zum Trüffelsuchen in Italien besitzt. Der waschechte Oberbayer identifiziert den Fund als Sommertrüffel. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Trüffelart unter der Bezeichnung "Tuber Aestivum" auch im deutschen Schwarzwald verbreitet. Auch wenn Trüffeln äußerlich nicht gerade zu den verführerischsten Früchten zählen, wurden der Knolle ihre geschmacklichen Qualitäten zum Verhängnis: Der wertvolle Pilz wurde beinahe ausgerottet. Nicht nur der Mensch suchte nach den edlen Stücken, auch Wildschweine durchgruben den Untergrund nach dem Leckerbissen. Seitdem findet man nur noch vereinzelt Trüffel-Sporen im Schwarzwald.

Eine echte Französin?

Auch, wenn der Schwarzwald nicht weit ist, vermutet Jillich eine andere Herkunft seiner Knolle. Seine "Riesentrüffel" könnte eine echte Französin sein. Mit Rindenmulch aus dem Nachbarland gelangte die edle Pilzknolle möglicherweise in seinen Garten.

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