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welt der wunder:
Herr Pölt, Burnout würde man ins Deutsche mit "Ausbrennen" übersetzen. Was genau bedeutet das eigentlich?
Willi Pölt:
Burnout ist ein lang anhaltender Erschöpfungszustand, der depressive Formen annehmen kann und bis zur Selbstzerstörung geht. Bulimie und Magersucht können mit Burnout einhergehen. Auch wenn man das für typische Frauenkrankheiten hält, leiden auch immer mehr Männer an solchen Symptomen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Suizid kommen.
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welt der wunder:
Was sind die ersten Anzeichen für Burnout?
Pölt:
Symptome sind Erschöpfung, Müdigkeit, Angstzustände und Schlafstörungen. Auch Tinnitus ist ein ganz typisches Warnsignal des Körpers. Die Betroffenen können nicht mehr abschalten, sind dauergestresst und bekommen eine Art Dauerzittern. Fahren Sie mal mit 400 Stundenkilometern auf der Autobahn. So fühlt sich das an. Man nennt diese Leute dann arbeitssüchtig, sogenannte Workaholics. In ihrer Freizeit wollen Burnout gefährdete häufig dem Alltag entfliehen. Viele trinken zu viel Alkohol oder suchen Ablenkung in Sex.
welt der wunder:
Wodurch entsteht Burnout?
Pölt:
Meistens beginnt Burnout mit großer Begeisterung im Job. Erst kommt die Begeisterung, dann die Frustration. Der Betroffene brennt hell und leidenschaftlich und brennt dann aus. Typisch ist, dass jemand in der Arbeit alles gibt und dann eins auf die Nuss bekommt. Entdeckt wurde Burnout in sozialen Berufen. Ein Arzt stößt an seine Grenzen, wenn der Patient für den er alles tut, undankbar ist, weil er Schmerzen hat. Auch bei Lehrern kommt Burnout häufig vor. Schüler können anstrengend sein. Wir kennen das schließlich alle aus der Schule. Jeder hat schließlich schon einmal getestet, wie weit er gehen kann, bis der Referendar die Nerven verliert. So etwas erzeugt einen typischen Nährboden für Burnout.
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