Bild: AFP(An den Wikingern haften viele Klischees: So hätte beispielsweise ein Krieger nie einen Hörnerhelm aufgesetzt. Bild: AFP)

Im Film werden die Wikinger oft als lustige Raufbolde dargestellt, in Wahrheit plünderten und mordeten sie im Mittelalter ohne Erbarmen. Gleichzeitig waren sie geniale Schiffskonstrukteure, und als tollkühne Entdecker erkundeten sie die Weltmeere. 

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Brutale Überfälle
"Nie zuvor wurde solche Grausamkeit gesehen", berichtet ein entsetzter Geschichtsschreiber über einen ihrer ersten Überfälle. Ab Ende des achten Jahrhunderts konnten sich Europas Küstenbewohner nicht mehr sicher fühlen. Mit ihren technisch ausgefeilten Superseglern konnten die Wikinger jederzeit wie aus dem Nichts auftauchen. Schon zu ihrer Zeit waren die Nordleute als raffgierige Piraten verschrien, die gnadenlos an fremden Küsten plünderten. Gut dreihundert Jahre dauerte die blutige Ära ihrer Raubzüge.

Drachen und Wellenwölfe
Die langen Kriegsschiffe waren das Kapital der Wikinger, die sie mühevoll pflegten und mit vergoldeten Schnitzereien verzierten. "Greif", "Drache" oder "Wellenwolf" nannten sie ihre Boote, mit denen sie oft wochenlang auf dem offenen Meer den Naturgewalten ausgesetzt waren. Tausende von Kilometern legten die Seefahrer damit zurück. Denn immer waren sie auch auf der Suche nach Ländern, in denen sie vielleicht einmal ein besseres Leben führen könnten als im kargen Skandinavien.

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