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Denkt man an die Mafia, schießen einem sofort Bilder von verrauchten Hinterhof-Casinos und Alkohol schmuggelnden düsteren Gestalten in den Kopf. In Wirklichkeit ist die Mafia ein streng hierarchischer Geheimbund, der seine Macht durch Erpressung und Gewalt festigt. Die Wurzeln der Mafia - auch als Cosa Nostra bekannt - liegen im Sizilien des 19. Jahrhunderts, fanden aber schnell neuen Nährboden in den Vereinigten Staaten. Mafiosi sind in Familiengruppen organisiert , die einem strengen Codex der Verschwiegenheit, der so genannten Omertà, unterliegen. Doch auch im Berlin der 20er regierte die Mafia. Im Schatten der großen Mafia-Päpste in den USA und Italien stiegen "Muskel-Adolf", "Pistolen-Manne" und Co. zu großer Macht auf.
Mächtige Bosse der Unterwelt
Dennoch, einer der bekanntesten Bosse der Mafia war Al Capone: 1899 geboren, gelangte er während der Zeit der Prohibition schnell zu absoluter Macht. Im Chicago der zwanziger und dreißiger Jahre baute er sich ein militärisch straff organisiertes Imperium auf, bestach Richter und Politiker und hatte aufgrund seiner exzellenten Beziehungen zur Polizei kaum Strafen zu fürchten. Trotz seiner Verbrechen gelang es der Staatsanwaltschaft nie, Al Capone wegen eines Auftragsmordes anzuklagen. Obwohl er jahrelang mit Alkohol und Waffen gehandelt hatte, musste er letztlich nur wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis. Al Capone starb 1947 an einer Lungenentzündung.
Anfang der siebziger Jahre bildeten sich in Lateinamerika zwei mächtige Mafiakartelle, die das Bild der ehrenvollen Mafiosi zerstörten. Im Gegensatz zu den Gangstern der alten Garde machten sie Geschäfte mit Drogen und töteten ihre Gegner sowie Unschuldige auf brutale Art, um mögliche Kontrahenten einzuschüchtern.


























