Bild: B. Szandelszky(Bild: B. Szandelszky)

Mumien lügen nicht. Sie berichten vom Mord in den Ötztaler Alpen. Oder auch vom ungesunden Leben der Lady von Dai. Die Leiche der einst fettleibigen Asiatin ist eine medizinische Sensation. Nach etwa 2000 Jahren ist ihr Körper noch so frisch, dass die Muskeln weich und die Adern blutgefüllt sind. Die feudale Dame war bei ihrer Entdeckung in Seide gehüllt und von einer geheimnisvollen roten Flüssigkeit bedeckt - einem Anti-Aging-Wässerchen für Tote?

Wie lässt sich der körperliche Verfall aufhalten?
Der körperliche Verfall lässt sich unter bestimmten Bedingungen aufhalten. Inspiriert durch natürliche Mumifizierungen fanden die Menschen Mittel, tote Körper unsterblich zu machen. Die alten Ägypter etwa verwendeten Harz und antiseptische Kräuter.

Wichtig für eine perfekte Mumifizierung ist die völlige Austrocknung der Leiche. In der Natur lässt heißer Wüstensand zersetzenden Bakterien keine Chance, einen ähnlichen Effekt hat Salz oder Eis. In Mooren sorgen Sauerstoffabschluss und Säure für die Leichenkonservierung, in Höhlen sind es die gleich bleibende Luftfeuchtigkeit und die konstante Temperatur.

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Aktuell gibt das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen Einblicke in die Kunst der Mumifizierung aus verschiedenen Epochen und Kulturen. Die Ausstellung "Mumien. Der Traum vom ewigen Leben" läuft noch bis zum 25. Oktober 2009.