Bild: Public Domain

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Mächtige Mauern umschließen das rautenförmige Gipfelplateau, steil fällt das Felsmassiv nach allen Seiten ab, Zisternen, Vorratsspeicher und Anbauflächen bieten Nahrung für unabsehbare Zeit. Und doch fiel Masada im Jahr 74 nach Christus - erobert nach zweijähriger Belagerung durch die 10. Legion. Den überlegenen Hightech-Waffen der Römer hatten die Verteidiger nur wenig entgegenzusetzen.

Aufstand gegen die römischen Besatzer

Den Anfangspunkt nahm das Drama acht Jahre zuvor. Damals erhoben sich weite Teile der Bevölkerung Judäas gegen die römischen Besatzer. Bewaffneten Radikalen gelang es dabei, die in der Feste Masada stationierte Garnison zu überrumpeln. Nach anfänglichen Erfolgen der Aufständischen entfaltete jedoch die römische Militärmaschinerie ihre überlegene Durchschlagskraft. Der Feldherr Vespasian brach mit 30.000 Legionären und ebensovielen Hilfssoldaten brutal jeden Widerstand. Seinem Sohn Titus gelang es schließlich im Jahr 70, Jerusalem zu erobern. Der Aufstand war damit niedergeschlagen - fast.

Letzter Widerstand in Masada

Denn mehr als 960 Zeloten, so genannt nach der griechischen Bezeichnung für "Eiferer", hielten Masada nach wie vor besetzt und verübten von der unzugänglichen Bergfestung aus Attacken ins Umland. Eine Provokation für den Herrschaftsanspruch Roms, zumal dieser durch den erst kurz zurückliegenden Aufstand der Bataver am Niederrhein zusätzlich erschüttert worden war. Das Imperium musste seine Macht demonstrieren, die Umsetzung lag in den Händen von Flavius Silva, Statthalter von Judäa.

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